Trinkwasser

Aus Stage Nine
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In Deutschland unterliegt das Trinkwasser dem Lebensmittelrecht. Es wird unterschieden in Brauchwasser (Betriebswasser), Trinkwasser, Nicht- Trinkwasser und Abwasser.

Trinkwasser muss in seiner Eigenschaft dem Bundesinfektionsschutzgesetz § 11, Absatz 1, entsprechen. Es hat unter anderem frei von Verunreinigungen und unerlaubten Zusätzen zu sein. Anders als man bei der Bezeichnung Trinkwasser meinen könnte, sind die Anforderung an dieses nicht nur für die Abgabe als Getränk gedacht, sondern auch relevant für: die Zubereitung von Speisen und Getränken, die Körperpflege und -reinigung, die Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen, die Reinigung von Gegenständen, die bestimmungsgemäß nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung kommen.

Frisches Wasser wird auf nahezu allen Veranstaltungen benötigt, sei es für sanitäre Anlagen, in der Gastronomie oder für Technikdienstleister (z.B. für die Kühlung von Laser-Anlagen). Im Winter ist die temporäre Bereitstellung von Frischwasser - zum Beispiel auf Märkten - eine Herausforderung - hier können z.B. isolierte Heizleitungen verwendet werden. Temporär werden auch Hydranten der Löschwasserversorgung für die Wasserbereitstellung genutzt - sie müssen jedoch für die Brandbekämpfung jederzeit und leicht zugänglich bleiben. Zudem ist ein Rückflußverhinderer einzusetzen um die Verschmutzung des Trinkwassers im Leitungsnetz durch Druckstöße, Rücksaugen usw. zu verhindern. Leitungen, Schläuche und Behälter, die zum Transport oder zur vorübergehenden Aufbewahrung von Trinkwasser verwendet werden, müssen den Vorgaben entsprechen.

Die Organisation und Durchführung der Reinigung und die Aufnahme der Leitungen und der Versorgungstechnik in das HACC- Protokoll ist verpflichtend. Bei der Verlegung von Leitungen für die Wasserversorgung darf die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer oder körperlich beeinträchtigte Personen mit Gehilfen nicht eingeschränkt werden.