Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung

Aus Stage Nine
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Eine Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung (USBV) ist eine selbst gebaute Vorrichtung, die wie ein Alltagsgegenstand (Paket, Rucksack, Tasche, Koffer, Feuerlöscher usw.) aussieht und von den Tätern z. B. auf einem Veranstaltungsgelände deponiert wird. Sie ist durch Bauart und Materialien geeignet eine Explosion oder einen Brand zu verursachen und gefährdet bzw. schädigt bewusst Leben, Gesundheit und Sachwerte erheblich. Die Zündung des brand- oder explosionsfähigen Inhaltes wird u.a. durch Zeitverzögerung (Wecker, Kurzzeituhren), Zug, Druck, Lageveränderung oder über Funk bzw. ein Handy ausgelöst.

Bei der Planung von (Groß-)Veranstaltungen sollte auch vorsorglich das richtige Verhalten und die entsprechenden Maßnahmen bei Bombendrohungen mit den Verantwortlichen besprochen werden. Dazu gehört bereits das Absuchen des Geländes vor Beginn der Veranstaltung und die Vermeidung von unübersichtlichen Ablageorten, die von Besuchern zu erreichen sind. Beim Eingang einer entsprechenden Drohung sind Anrufzeit und der möglichst genaue Text und alle zusätzlichen Informationen zu notieren und danach unmittelbar die Einsatzleitung und die Polizei zu informieren. Die Polizei entscheidet nach eigener Lagebeurteilung, ob und wie das Gelände geräumt wird. Entsprechende Vorbereitung, wie zusätzliche Notausgänge, Lautsprecher, Zusatzbeleuchtung und andere Maßnahmen zur Vermeidung von „Panik“ gehören zur Veranstaltungsplanung bzw. zum Sicherheitskonzept der Veranstaltung.